| Rezensionen/Reviews CD "LET YOUR LIGHT SHINE" (Acoustic Music Records 2010)
This, Willie Salomons third release for this label, sees a slight departure from its two predecessors in that, rather than just one man and a guitar/piano, he has decided to incorporate a few overdubs. Apart from singing very confidently, Salomon provides guitars (acoustic and resophonic, fretted and slide), piano and harmonica. On a couple of numbers, including the title track, he is also joined by Sweden-based bluesman, Bert Deivert on mandolin and backing vocals. As on previous releases, we get to hear some great vintage guitars by Gibson, Martin, Stella and National, as well as some newer instruments, including a beautiful-sounding 12-string made by luthier Barry Denyer. In fact the use of 12-string guitar and multitracking leads to some interesting ideas on two tracks. As Willie himself comments in the sleeve notes, Hesitation Blues has a kind of Blind Willie McTell meets Tampa Red feel and on Midnight Hour Blues the aforesaid Mr. McTell apparently teams up with the songs author, Leroy Carr. Josh Whites Good Gal, a fingerpicking tour de force, is given a great treatment on a 1930s Gibson L-37 guitar. Michael Prince Germany-based Willie Salomon is no newcomer in this field, having
appeared last in these pages a little over half a decade ago (9/05, p.132). Where that
Acoustic Music issue was entirely a solo endeavor this one has Salomon going a little
high-tech with multi-tracked takes of him playing several different stringed instruments
(all identified in the accompanying booklet) along with piano and harmonica. Needless to
say, Willie is equally adept on all but is most impressive when he lays his talented
fingers on strings and frets. Also, there are others in addition to just the leader on a
few tracks. Bert Deivert adds his voice to the title song, and his 1940s Willie Salomon - das ist doch der? Ja, der gebürtige Straubinger, der als Deutsch-Amerikaner in New York aufwuchs, sich anfangs der 70er Jahre im besten Teenager-Alter selbst das Blues- und Boogiespiel am Piano beibrachte, als 19jähriger begann, sich auf die Gitarre zu konzentrieren und seit Jahr und Tag seinem feinen Ruf als Slide und Fingerpicking spielender Sänger vor allem historischer Countryblues-Songs gerecht wird und sich immer wieder auch ans Klavier setzt, um Blues und Boogie zu spielen und zu singen. Drüben in den Staaten hat er Kontakte zu lebenden Blueslegenden à la Johnny Long, Homesick James, Muddy Waters und Furry Lewis kennen gelernt, und er trat gemeinsam mit solchen VIPs wie Champion Jack Dupree, Louisiana Red, Alexis Korner, aber auch solchen Fingerstyle-Alumni wie Ian Melrose oder Peter Finger auf. 1981 spielte er sein Debüt ein, das Album "Moon Goin' Down", ein erstes Programm, das wie alle folgenden größtenteils als wiederentdeckten, neu belebten und eigenen Songs bestand. Auf Acoustic Music erschienen 2004 seine Solo-CD "Country Blues and More" und drei Jahre später das Album "Just in Time". Willie ist trotz des Prädikats "der authentischste Countryblues-Gitarrist in Deutschland" kein bloßer Konservator. Er mixt gern Stile - Rock, C&W, Folk, Jazz, sogar Calypso - in seine bluesgrundierten Songs. Auf seiner neuen CD, "Let Your Light Shine On Me" [Acoustic Music Records 319.1457.2] beispielsweise singt Willie "As Tears Go By", einen Song der Stones, begleitet sich dabei auf einer 1931er National Duolian und macht den Song aus den 60ern zu einer kräftig historisierenden Hommage an die britische Band, die ihn, notiert er, in früheren Jahren sehr intensiv beeinflusst hat. Die Duolian ist nur eins einer ganzen, äußerst imposanten Reihe von Instrumenten , mit denen der bayrische Ami bei sich zu Hause im Wohnzimmer an die Aufnahmen für das Album gemacht hat. Mit "Broke an Hungry", einem Traditional aus den Zwanzigern, fängt er an, singt von Hunger. Pleite und Liebe und spielt nicht nur eine 1939er Supro-Collegian-Dobro, sondern auch Klavier und Mundharmonika. Es gibt etliche gedubbte Songs, etwa den "Hesitation Blues" von W. C. Handy, dessen Urheberschaft Jelly Roll Morton für sich reklamiert, den er auf einer 12string-Stella aus den Zwanzigern und mit Bottlenecking auf einer Tricone-Dobro begleitet. In Leroy Carrs, auch von Blind Willie McTell gesungenem "Midnight Hour Blues" spielt er zu seinen Vocals eine Harmony Stella 12string und Klavier. Der "Delta Groove" ist ein Salomon-Titel mit Gesang, Klavier, Gitarre und Mundharmonika, der Jerry Lee Lewis gefallen würde. Das schöne alte "I Shall Not Be Moved" singt er zu Klavier und Gitarre etc. pp. "By and By I'm Gonna See the King" ist ein Song von Blind Willie Johnson, den der Regensburger Willie abwechslungshalber mal noch schlichter vorträgt - als Gesang nur zu einer Gitarre. Der damals sehr populäre Depression-Song "Brother, Can You Spare Me a Dime", dessen Wurzeln sich in einem russischen Schlaflied finden, wurde vor allem durch Rudy Vallee un Bing Crosby berühmt. Josh Whites "Good Gal" begleitet er auf einer 1935er Gibson L-37; und für den Titelsong spielt er eine 1932 L-1. Und wird begleitet von dem Sänger und Mandolinisten Bert Deivert. Willie Salomon ist eine wandelnde Enzyklopädie des (Country)Blues, ein hingebungsvoller Gräber in den Tiefen amerikanischer Musikgeschichte. Ein Gitarrenmuseum - aber mitnichten ein bloßer Museums-Wärter. Nennen wir auch ihn doch einfach: einen wunderbaren Dolmetscher zwischen Dort und Einst und Hier und Heute. (http://www.agas-schmitz.com) please click > Review from Jefferson Blues Mag (Sweden) Der Regensburger Willie Salomon präsentiert uns mit Let Your Light Shine seine nun schon vierte CD unter eigenem Namen. Die Roots-Music Amerikas hat es ihm seit vielen Jahren angetan und er zählt zurecht zu den versierten Kennern dieser Musikrichtung. In der internationalen Gitarrenszene ist Salomon ebenfalls seit vielen Jahren als hervorragender Gitarrenspieler bekannt und genießt einen wunderbaren Ruf als Teamplayer. Wie sich dies anhören kann, darf man mit Let Your Light Shine genießen. Fingerstyle Blues vom Feinsten. Willie Salomon überzeugt auf Let Your Light Shine nicht nur mit seinem komplexen Gitarrenspiel, auch als authentischer Bluessänger genießt er einen guten Ruf. Auf seiner aktuellen CD widmet er sich aber nicht nur seiner edlen Gitarrensammlung, auch als Pianist und Harmonika-Player kann er überzeugen. Als Gast begrüßt Willie Salomon Bert Deivert an der Mandoline. Let Your Light Shine glänzt mit sechszehn Songs aus einem reichen Repertoire an Bluesklassikern. So kommen zu Gehör u.a. Stücke von Josh White Good Gal, W. C. Handy Hesitation Blues, Blind Willie Johnson By And By I´m Gonna See The King, Leroy Carr Midnight Hour Bues und weiteren mehr. Vier eigene Kompositionen steuert Willie Salomon aus privater Hand bei. Die CD-Songauswahl vollenden drei Traditionals, sowie eine Interpretation des Rolling Stone Klassikers As Tears Go By. Let Your Light Shine - Gitarrenfreunde kommen voll auf ihre Kosten, Bluespuristen werden sich die Finger lecken. Ein heller Strahl am Blueshimmel. (Von Rainer Molz, www.monstersandcritics.de)Mit Let your light shine hat Willie Salomon ein wunderbares Blues-Album aufgenommen. Dabei interpretiert er klassische Stücke, etwa von Josh White, William Christopher Handy oder Ennoch Williams. Zwischendurch beehrt er uns mit seinen eigenen Kompositionen, die überraschend fließend in die Auswahl der traditionalen Songs übergehen, so dass man zu keiner Zeit das Gefühl bekommt, dass man aus den 20er und 30er Jahren in die Gegenwart hinaus gerissen wird. (gitarre.fm) Der Deutsch-Amerikaner zählt weltweit zu den Experten für den klassischen Country-Blues. Auch auf seinem aktuellen Album "Let Your Light Shine" sind es vor allem wieder klassische Songs, die er auf seinen historischen Gitarren neu interpretiert. Man muss schon wirklich ein absoluter Idealist sein, wenn man sich komplett einer historischen Aufführungspraxis im Blues verschreibt. Denn man kann damit zwar die Anerkennung von Kollegen und ein paar ebenso idealistischen und detailversessenen Fans erringen. Doch auf Plattenverkäufe in Stückzahlen von Popstars braucht man damit nicht zu rechnen. Obwohl gerade den Fans des so angesagten harten Bluesrock ein kleiner Unterricht in Sachen Geschichte und Aufführung des Blues hilfreich sein könnte, um ihren kritischen Verstand zu schärfen. Als Unterrichtsmaterial für diese - und als absolutes Kleinod für Fans - sei daher "Let Your Light Shine" von Willie Salomon wärmstens empfohlen. Denn was der 1954 geborene Sänger, Gitarrist und Pianist hier abliefert, ist eine Lehrstunde in Sachen Slide-Gitarre und Fingerpicking auf historischen Instrumenten. Unter anderem spielt er auf der Platte auf einer 1935 gebauten Gibson L-37, einer Gibson L-1 von 1932 und einer 1931er National Duolian. Salomon hat sein Handwerk teilweise noch von solchen Vätern des Blues wie Furry Lewis oder Homesick James gelernt und als Straßenmusiker in den 70er Jahren gelernt, sich mit seinem Blues durchzusetzen. Sein aktuelles Album, das wie schon seine vorigen Platten bei Acoustic Music Records erschienen ist, ist gleichzeitig eine Art Liederbuch für frühe Blues- und Folksongs. Neben solch bekannten Nummern wie den Gospels "I Shall Not Be Moved" oder "Let your Light Shine on Me" finden sich heute längst vergessene Lieder von Ennoch Williams oder Buddy Boy Hawkins. Daneben finden sich auch vier eigene Nummern von Salomon, die sich aber ganz an die historischen Klänge des akustischen Country-Blues anlehnen, auch wenn sie wie Delta Groove solch aktuelle Ereignisse wie die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zum Thema haben. Als kleinen Gag gibt es zum Ausklang der Scheibe dann noch eine wunderschöne Version von "As Tears Go By" auf der National Steel. Insgesamt ist "Let Your Light Shine" ein ruhiges aber bei jedem Hören wieder auf angenehme Weise beruhigendes Album. (http://wasser-prawda.de) Der Regensburger spielt mit feinem Klang seine Gitarre, singt dazu Blues von seiner Mundgharmonika begleitet. Die Musik ist ein kunstvolles, harmonisches Gewebe aus Blues, Swing, Gospel und Ragtime. Sein Credo ist die Musik des Herzens. Seine Lieblingsstücke bringt er virtuos zum Klingen, teils sind auch Mandoline und Klavier dabei. Er überzeugt die Freunde der akustischen Gitarrenmusik. (Folkmagazin 1/11/2010) Wat een heerlijke easy-listening blues-cd is dit. Een folk-traditional als I Shall Not Be Moved wordt bewerkt met een 1926 Martin, wat een heerlijke contrast veroorzakt met bijvoorbeeld de versie van Pete Seeger. Dat folk ook in de blueswereld leeft, laat Willie horen in ee eigen creatie over de olieramp in de Golf van Mexico in 2010. De cover As Tears Go By voelt op deze cd ook niet meer als een popsong (met alle respect voor Mick J. en Keith R., uiteraard). Het krachtige aan deze cd is de authentieke sound met hele instrumenten zo veel kunnen zeggen en laten voelen. De instrumenten die gespeeld worden. worden met een heel gepaste virtuositeit ten gehore gebracht. Niets is over-de-top of te veel aanwezig. (Piet Karregat, New Folk Sounds 133, NL) Auch die 4. CD von Willie Salomon ist ein Leckerbissen fürr die Fans des ursprünglichen Blues. Wie er selbe sagt, hat es ihm die Roots Music Amerikas angetan. Auf der neuen CD hören wir 16 Titel von alten Meistern in feinster Interpretation von Willie Salomon und auch eigene Kompositionen sowie eine Komposition der Stones in einer Slideversion. willie spielt die einzelnen Songs je nach Gemütslage auf unterschiedlichsten "vintage" American Guitars aus seiner umfangreichen Sammlung. Er ist zusätzlich natuürlich stimmlich und als Instrumentalist an der Harp und am Piano zu hören. Bei 2 Titeln wird er von Bert Deivert stimmlich und per Mandoline unterstützt. Mit seinem Fingerpicking, Slidespiel und Gesang hat Willie Salomon seinen eigenen Stil geprägt, der ihm nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA und GB große Anerkennung gebracht hat. (Peter Otten, Bluesroad DE) Salomon ist sicherlich einer der Protagonisten der traditionellen Blueskunst, die authentisch klingen. Bewaffnet nur mit Gitarre, Klavier und Harmonika arbeitet er auf den Spuren von Robert Johnson. Sein Mitstreiter Bert Deivert zuselt dazu im Hintergrund die Mandoline. Kein Schlagzeug stört hier die intime Atmosphäre, die von beiden geschaffen wird. Die produktion ist auf das Nötigste beschränkt und die Arrangements purzeln geradezu aus den Lautsprechern. Willie Salomon beherrscht dabei auch die Kunst, die Erzählungen der Texteernst zu nehmen. Man könnte denken, er kommt direkt aus dem Cotton Club. (MoX, CD-Check, Oktober 2010) Als Kenner amerikanischer Roots-Musik hat sich Willie Salomon einen herausragenden Ruf erworben. EIn amerikanischer Radio DJ nannte den gebürtigen Straubinger "einen der besten akustischen Blues Interpreten weltweit". Das neue Album, auf dem Salomon Blues-Klassiker von Blind Willie Johnson, Josh White und Charley Patton, Traditionals und Gospelsongs auf fabelhafte Weise vereint, unterstreicht die Aussage. Lustvoller Abschluss bildet der melancholische Stones-Klassiker As Tears Go By in unübertrefflich lässiger Slide-Manier. Der Song hat Klein-Willie schon in der Schule beeinflusst, er musste irgend wann auf Platte auftauchen. Bei einigen Titeln wird Salomon von dem in Schweden lebenden Bluesman Bert Deivert begleitet. "Musik von Herzen, gespielt auf alten Instrumenten" lautet Salomons Credo, wenn er seine herrlichen Vintage-Gitarren auspackt. Die burlesken, einfachen und hintergründigen Geschichten, die er mit sonorer Stimme erzählt, klingen authentisch und voller Gefühl für das Wesentliche. Ein echtes Referenzwerk für Freunde und Kenner akustischer Gitarrenmusik. (Michael Scheiner, Passauer Neue Presse, 23.02.2011) Akustik Blues-Freunde können sich diesen Monat über die neue Scheibe von Gitarrist, Sänger und Harpspieler Willie Salomon freuen. Die 16 Songs von "Let Your Light Shine" atmen Delta-Blues-Feeling pur und beinhalten neben Eigenkompositionen auch Neuinterpretationen von Blind Willie Johnson ("By And By I'm Gonna See The King) und Buddy Boy Hawkins ("Awful Fix Blues"). Ein fesselndes Zwölftakt-Blues-Erlebnis auf hohem Niveau, authentisch und sparsam instrumentiert eingespielt. (Bernd Lorcher, InMusic 71) CD "JUST IN TIME" (Acoustic Music Records 2007)
I last wrote about For my thinking Willie Salomon is a guitar god and Blues hero for
today. Magnífico y excelente ejercicio de country
blues intenso y bien acabado. Willie Salomon pasea sus blues y sus rags con orgullo y
satisfacción en un disco completo, lleno de fuerza pero sobre todo de sensibilidad. En
esta grabación encontrareis pasión y entrega a todas y cada una de las diecisiete piezas
que integran el magnífico álbum, que podría compararse a una masterclass de
blues del Delta y de Piedmont. Salomon es un cantante y guitarrista que también toca el
piano y la armónica y ello con el verdadero espíritu de los auténticos y honestos
bluesmen, apasionados y enamorados del género de los doce compases. Willie emplea
exclusivamente antiguas guitarras Gibson y Resonator, estas son las que le dan el
verdadero y único sonido que es el que vaís a oir en este disco si decidis haceros con
una copia del mismo. Reminiscencias de Muddy Waters, Reverend Gary Davis, Mississippi John
Hurt, Robert Johnson, Louisiana Red o Furry Lewis es lo que vaís a encontrar si escuchais
a este fino estilista del blues. MUY BUENO. La Hora Del Blues
(Spain 04/08) Der gebürtige Straubinger mit amerikanischen Wurzeln hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass er zur 1. Liga der Fingerpicker aber auch Country-Blues-Slide-Gitarristen zählt. "Just In Time" dürfte diesen Ruf festigen. Auf siebzehn Tracks - elf davon aus eigener Feder - bietet Salomon eine spannende Reise durch akustischen BLues, Folk, Ragtime, Gitarreninstrumentals verschiedener Prägung und Jitterbug, eingespielt mit historischen Gibson- und Resonator-Gitarren, auf "Pressure Cooker 'Bout To Blow" und "Memphis Boogie" auch mit dem Piano. Salomon verbindet excellente Technik mit dem nötigen, authentischen Feeling und entstaubt dergestalt auch Covermaterial wie Furry Lewis' "Goin' To Brownsville" oder Booker Whites "Jitterbug Swing". Interessant auch der auf "St.James Infirmary" aufbauende "Gambler's Blues". Handmade music wie sie sein soll. Concerto (Austria) Gute Musik braucht keinen großen technischen
Aufwand. Jüngster Beweis: Willie Salomons neue CD "Just In Time". Aufgenommen
in seinem Regensburger Appartment, zeigen die 17 Songs genau das, was Blues braucht:
Gefühl und Hingabe. Die Musik steht im Vordergrund, nicht irgendwelche überflüssigen
Dreingaben. Der gebürtige Straubinger hat sich seit vielen Jahren in der Spitze der
Bluesgitarristen etabliert und zeigt auch auf dieser CD warum. Egal, ob er seine sieben
Eigenkompositionen spielt, Traditionelles arrangiert oder Bluescovers intoniert, Salomon
zeigt in jedem Moment Größe, Können und pures Gefühl. Da klingt alles stimmig,
harmonisch und nichts wirkt vordergründig und aufdringlich. Ein perfektes Bluesalbum. Der in Bayern geborene Bluesgitarrist Willie Salomon verbrachte seine Kindheit und Jugend zwischen New York, Denver, Memphis, Regensburg und München. Heute lebt er in Deutschland und macht sich von hier aus international einen Namen als Country-Blues Gitarrist und Sänger. Sein Album Just in Time beinhaltet 17 rein akustisch aufgenommene Bluessongs. Neben acht Eigenkompositionen und sechs Cover Versionen gibt es drei traditionelle Stücke zu hören. Eingespielt wurde die CD in zwei Monaten in Willies Wohnung im Alleingang. Salomon spielt neben verschiedenen klassischen Bluesgitarren das Piano und die Mundharmonika. Das Album beginnt mit einer fetzigen Version von Country Boy, das bereits Muddy Waters gecovered hat. Salomon hat viele seiner Vorbilder bei seinem Aufenthalt in den USA in den 70ern persönlich kennen gelernt, unter anderem auch Muddy Waters. Beeindruckend ist die Sammlung klassischer Bluesgitarren, mit denen er die CD aufgenommen hat, wie zum Beispiel verschiedene alte Gibson Gitarren. Überhaupt fühlt man sich in die Vergangenheit zurück versetzt. Solch mitreißenden und 100-prozentig authentischen weißen Blues kriegt man heute nicht mehr oft zu hören, und dann noch in Deutschland. Mit seiner instrumentalen Ballade Dreams hat Salomon auch ein wunderschönes, fast klassisch anmutendes, romantisches Stück auf einer Gibson L-O aus dem Jahr 1939 eingespielt. Der traditionelle Gamblers Blues, der auch unter den Namen St. James Infirmary bekannt ist, begeistert mit toller Bluesgitarre, Gesang, Mundharmonika und genialen Rhythmuswechsel. Als ich die CD zum ersten Mal auf meinem Discman am Busbahnhof angehört habe und dabei unweigerlich im Takt mitklopfen musste, sahen mich meine Mitmenschen mit einem skeptisch, ja fast schockierten Ausdruck an; sie konnten die Musik ja nicht hören. Auf dem Cover sollte stehen: Warnung! Beim Abspielen mit Kopfhörern in der Öffentlichkeit könnten Sie sich missbilligende Blicke einfangen. Adolf Blues aus den 20er bis 40er Jahren mit eigener Note spielt und singt der feinfühlige Musiker aus Bayern, der Teile seiner Kindheit in den USA verbrachte. Nicht nur mit der Gitarre - Willie Salomon besitzt zahlreiche Originalinstrumente aus der Zeit, in der die von ihm bevorzugten Stücke entstanden -, sondern auch am Klavier versteht er sich zu artikulieren. 1981 beeindruckte er mit der LP Moon Goin Down, die auch eigene Songs enthielt, doch aus privaten Gründen zog er sich 1985 für zehn Jahre aus der Musikszene zurück. Erst 2001 erschien sein zweites Album, das dritte folgte im Dezember 2004. Mit den authentischen Kompositionen auf Just In Time stellt er nun seine Qualitäten abermals unter Beweis. Salomon überzeugt durch seine warme Stimme, sein ausgefuchstes Slide- und Fingerpicking-Spiel und nicht zuletzt durch gelegentliche Mundharmonika- und Pianoeinlagen. Schon mit dem ersten Titel Country Boy hat er sich die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer verdient. Akustischen Folk-, Country- und Delta-Blues bringt er bei Memphis Boogie und Back On The Road auf den Punkt. Mit dem Titelstück Just In Time ist auch Romantisches vertreten. Durchaus zu vergleichen ist Salomon mit dem als Best White Blues Player gelobten Amerikaner Paul Geremia, mit dem er auch schon auf der Bühne stand. Fazit: Seine neue Platte ist uneingeschränkt zu empfehlen und gehört in jede Sammlung von akustischem Blues. Annie Sauerwein Sein Spiel ist reich und komplex, besitzt dennoch diese spielerische
Leichtigkeit, die der inhaltlichen Stefan Woldach Willie Salomons last
release Country Blues and More, also on Peter Fingers prestigious
Acoustic Music label, quite rightly attracted much praise from reviewers all over Europe,
the UK and USA, so the follow-up had a lot to live up to.
As it turns out, Mr. Salomon has not only maintained the high standard of his
previous issue, but improved on it. Just
In Time is again a completely solo effort, but this time Willie adds a couple of
piano tracks and a bit of harmonica playing to complement his superb acoustic guitar
skills.
Germany's blues guitarist Willie Salomon plays
American roots blues music. Salomon plays blues roots music in the style of for instance
Louisiana Red, Mississippi John Hurt and Robert Johnson. Willie Salomon is a
self-taught musician who is a master in roots blues guitar. His music reflects elements of
swing, folk, gospel and ragtime. On his new CD Just In Time he excels in
groovy pieces and captivating phrasing elements. Country Boy is reminiscent of Muddy
Waters, while Mountain Jack Blues captures the sound of Reverend Gary Davis.
The Pressure Cooker (Bout To Blow), which is dedicated to his mentor John Long
is a boogie woogie piano piece while Salomon sings along with his calming voice. The sound
of Salomon is raw, honest and authentic. He uses old collectors items Gibson and Resonator
guitars. Many on this album presented pieces are written by Salomon himself, while he
always honours his heroes. Eine wahre Akustik-Blues-Perle legt der aus
Straubing stammende Willie Salomon hier vor. Staubtrocken perlen seine minimalistischen
und authentischen Bluesnummern aus den Boxen, die ganz in der Tradition von Robert
Johnson und Mississippi John Hurt stehen. Salomons Stimme passt gut zu lässigen Nummern
wie Mountain Jack Blues und Muddy Waters Country Boy. Eine
Scheibe, die für den Freund amerikanischer Roots & Blues Music zu einem echten
Highlight in der Sammlung werden könnte. Salomon spielt überigens ausschließlich alte
Gibson- und Resonator-Gitarren. Willie Salomon
est né en Allemagne. A Straubing, très exactement. De
mère teutonne et de père yankee, il a cependant conservé ses Dès louverture, Willie
manifeste un feeling impressionnant. Une cover du "Country boy" de Muddy Waters.
Il chante en faisant glisser son bottleneck le long des cordes de sa vieille National
1930. Sa présence est remarquable. Il interprète dun ton autoritaire le classique
"Catfish", comme Muddy à ses débuts. Celui quil pratiquait dans le musiczine (France), Oct.07 This seventeen track
acoustic set, recorded in Salomons apartment in There are two titles
from Davis, and Salomons version of Mountain Jack Blues captures
much of the power of the original, which is one of Daviss rare recorded blues.
There is a beautifully picked original instrumental Cherry Blossom Rag which
swings along at a jaunty pace and his version of Furry Lewiss Goin To
Brownsville is delicate and controlled. Not only is Salomon a
dexterous guitar finger picker but he also has tracks where he plays harmonica and piano.
I particularly enjoyed his boogie - woogie style piano, and his own piano instrumental
Memphis Boogie has a timeless quality. Above all else this
guy is a highly skilled slide player with a rich and textured tone very much his own,
backed throughout by natural vocals which make this a very highly recommended set. This
guy really knows what he is doing, he is very knowledgeable about early country blues
guitar, and going by the notes he has an acoustic guitar collection to die for! |
CD "COUNTRY BLUES & MORE" (Acoustic Music Records 2004)
Few have the feeling and authentic command of the acoustic country blues idiom (and more) as the entertaining German singer-songwriter and guitarist Willie Salomon. He spends most of his time here sampling and celebrating the byways of the genre's characteristic pre-war repertoire in fine, vibrant fashion but also adds a handful of sympathetic originals. (I like the melodic ballad instrumental "What's the Use" in particular.) Also added to the stylistically broad mix are some songs he's simply just fond of too. These include a Mark Spoelstra-styled interpretation of John Martyn's strutting "May You Never", a jazzy version of Fats Waller's "Viper Song", a calypso political commentary titled "Money is King" and the slide guitar keening take on Hound Dog Taylor's spirited "I Got To Move", with somewhat altered lyrics. Salomon also deftly underlines his mastery of the art of taking material to new places without losing any of its verve or drive on covers of classics from Sleepy John Estes, Reverend Gary Davis and Skip James. Also outstanding are the haunting, bottleneck slide ridden reprise of the tradtional "Louise", the Gospel chestnut "Motherless Children" and Blind Teddy Darby's melancholy drinking blues "Built Right on the Ground". Throughout, Salomon's relaxed, yet somehow rowdy vocal slant gels smoothly alongside his Lonnie Johnson referenced, but otherwise quite unique, fingerpicking accented guitar approach. The album notes helpfully include tuning and chord details, as well as interesting song comments by Salomon. They also inform the listener that all tracks were recorded at Willie's home last September. I wish I lived next door. (Sing Out! Magazine, USA, Winter 2006, Vol. 49) Immer wieder eine Wohltat, Leute zu hören, die im besten Sinne ihr Handwerk verstehen. Willie Salomon ist so jemand, ein ohne Zweifel exzellenter Gitarrist, dessen Fingerfertigkeit im September letzten Jahres im hauseigenen Studio perfekt eingefangen und von Peter Finger für sein Acoustic Music Records-Label in klangtechnisch gewohnt hochwertiger Weise gemastert wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Bluessängern verfügt Salomon obendrein über eine angenehme Stimme, und überdies hat der Mann auch noch Geschmack: Wer John Martyns Singer-Songwriter Masterpiece "May You Never" bewusst auswählt und in einen Kontext von Songs stellt, die von Bluesern wie Sleepy John Estes, Skip James oder Blind Blake stammen, hat schon mal einen dicken Bonuspunkt verdient. Aber es ist vor allem der überzeugende Ausdruck, der dieses Album so sympathisch macht. Salomon ist halt ein wirklich erfahrener und außerordentlicher Gitarrist, ein Picker deluxe sozusagen, der in wohl allen Bluesstilen eine gute Figur macht, ohne dabei jemals gefällig zu wirken. Also: Hut ab, Leute, das ist eine richtig gute Country-Blues-Scheibe, die tatsächlich mehr als andere in diesem Genre bietet! (mt) (Blues News 42/Juli-September 2005) Straubing, Germany-born Salomon first recorded
in 1981 and has since released a string of interesting recordings but this is the first I
have heard of this gifted acoustic musician on disc. This is a very entertaining, well
balanced and intriguing choice of material, including three originals, which I am sure
will have a wide appeal - particularly to acoustic guitar pickers. The complex guitar
playing throughout is clean, crisp and inventive alongside natural and sincere vocals. He has a beautifully distinctive touch and tone. A truly authentic blues voice and premier picker, specialising in roots fingerstyle blues. His album "Country Blues & More" (Acoustic Music Records) is one of the best new acoustic blues CD's we've heard in a long while. (Acoustic Guitar Review, UK) Zanger/Gitarist Willie Salomon weet hoe je de vooroorlogse akoestische blues moet spelen. Op zijn 16 tracks rijke cd benadert hij de authentieke stijl zo dicht als maar kan. Zijn respect voor de meesters is meer dan gemeend. Zijn techniek buiten kijf. Wat heb je nog meer nodig om een overtuigend bluesmuzikant te zijn? (New Folk Sounds 99, NL, Juni/Juli 2005) A sentirlo suonare sul disco chi mai direbbe che William Salomon provenga dalle teutonica ed impassibile Germania, eppure il suo blues è caldo e passionale e il suo Country Blues & More è uno dei dischi di blues acustico più interessanti e vivaci ascoltati ultimamente. William è prima di tutto un grande appassionato e filologo del blues rurale della prima generazione quello che ha lasciato un marchio indelebile, marchiato con il fuoco nella storia della musica del Novecento. E da amante con il cuore ha saputo rinnovare lo stile dei grandi del passato riproducendo con grazia e superba tecnica le canzoni degli anni trenta trasformandole però nel contempo in qualcosa di personale e originale. William sa accostare al suo fraseggio il picking sincopato del ragtime o quello più rilassato dei songster senza tralasciare lo stile bootleneck, qui enfatizzato soprattutto nell'evoluzione melodica. L'album è una bella passeggiata tra Blind Gary Davis, Sleepy John Eastes Teddy Darby e tanti altri a cui William impresta la sua chitarra e la sua voce. Un bel disco che rinfresca e rinverdisce il country blues. (Bluestime, Italy) Akustischen Country-Blues mit allen Raffinessen präsentiert der Sänger und Gitarrist Willie Salomon auf seiner ersten Solo-CD. Bereits vor 24 Jahren erschien die lobenswerte Blues-LP Moon Goin' Down, auf der er mit Elisabeth Englberger und dem Pianisten Edwin Kimmler musizierte. Danach war es lange ruhig um den sympathischen Musiker aus Südbayern. In den neunziger Jahren tauchte er wieder in deutschen Clubs auf und hat seitdem viel zu bieten. Salomon bleibt seinem Stil treu und spielt virtuos authentischen Country- und Delta-Blues auf 6- und 12-saitigen Gitarren mit Slide und exzellentem Fingerpicking. Seine Bühnenauftritte sind unverkrampft und humorvoll. Feinste Instrumente hat er sich in all den Jahren zugelegt und kann mit seltenen Gitarren aufwarten. Auf der Solo-CD sind neben traditionellen Titeln wie "Louise" und "In the Jailhouse Now" auch Klassiker und - das sind die schönsten Momente voller Wärme - drei eigene Songs zu hören. Besonders entfaltet sich sein Können bei "Strutting' " und "Willie's Lonesome Blues". Das einzig Bedauerliche an dieser Platte: Sie war viel zu kurz. (Folker! May/Juni 2005) Dem adretten Herrn mittleren Alters auf dem Foto würde man jederzeit den Bankkaufmann abnehmen. Doch dann fängt dieser Herr an zu singen, und die Stimme scheint einem anderen Mann zu gehören. Irgendjemandem, der aus dem tiefsten Mississippi-Delta stammt, der mit Muddy Waters gezecht und mit John Lee Hooker das Katerfrühstück eingenommen hat. Jemandem, der den Blues nicht nur singt, sondern ihn tatsächlich hat und lebt. Der dazu auf akustischen Stahlseiten-Gitarren spielt, als wären Reverend Gary Davis oder Lonnie Johnson auferstanden. Der aber auch Slide, Ragtime, Country-Picking und andere Vor-Kriegs-Stile traumhaft sicher beherrscht. Willie Salomon heißt der Sänger/Gitarrist, der bei Acoustic Music (Rough Trade) die CD "Country Blues & More vorgelegt hat und - Deutscher ist! Eine Entdeckung. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung 15.7.2005) .....Auf Country Blues & More zelebriert er den Country Blues in allen Facetten... Als versierter Fingerpicker scheut er weder Songs von Lonnie Johnson noch von Rev. Gary Davis, er belebt einen alten Jazz-Klassiker ebenso wieder wie einen Calypso, wie Blues aus dem Delta oder aus Chicago. Ob nun auf einer Kay Kraft "Venetian" Gitarre, einer 1932er Martin oder diversen historischen Gibsons - Salomon ist in allen Spielweisen zu Hause... ein famos spielender Archivar, der das Erbe der alten Meister mit Respekt und Können pflegt. (Akustik Gitarre, Mai/Juni 2005) Willie Salomon ist so etwas wie der deutsche König des Blues.... schwarz und ursprünglich ist seine Musik - mal trauriger Blues, mal fetziger Rag. (Lübecker Nachrichten, 10./11. Juli 2005) Este guitarrista aleman cultiva el campo aparentemente limitado del country blues acustico: sin embargo su uso de guitarras resonadoras, de 12 cuerdas y toda una coleccion de Gibson antiguas, su catalogo de afinaciones abiertas (en el libreto menciona al menos 8 distintas) y en repertorio que incluye temas de nombre tan emblematicos como Ry Cooder, el reverendo Gary Davis y John Martin, por mencionar solo algunos, hacen que esta grabacion unipersonal sea cualquier cosa menos monotona. Sin duda Salomon es de los que prefiere trabajar mas en profundidad que en extension y eso va en extension y eso va en beneficio de los que le escuchamos. (acordes de guitarrista, Spain, June 2005) Willie Salomon travels even further back in space and time stylistically to the time when solitary Bluesmen roamed from near and far spreading the Blues message through their voices and acoustic guitar. To say this tradition has spread from its humble beginnings in the rural south of America would be an understatement after hearing Willie Salomon, who apparently hails from Germany. These home recordings of sixteen selections run the gambit from folkie John Martyn's "May You Never" to pennings by the Reverend Gary Davis, Skip James, Sleepy John Estes, Teddy Darby, Joseph Spence, Oscar "Buddy" Woods and others to traditional anthems "Motherless Children", "In the Jailhouse Now", and "Louise" arranged by the leader. There's also a trio of Salomon compositions heard: "Struttin' " and "Willie's Lonesome Blues", both played in a Lonnie Johnson vein and the beautifully chorded ballad "What's the Use?" His rendition of Will Smith's "Viper Song" is a real hoot. Salomon has a natural and unforced singing style that is warm without affectation or fake huskiness and his impressive guitar technique is always in the service of the music. This might be a little difficult to find, but if you appreciate this type of music in the least bit it is strongly suggested you search this one out. (Cadence Magazine, USA September 2005) Akustischer Country-Blues aus Deutschland hat mehr Tradition als manche meinen, inklusive des Schreibers der Linernotes vorliegender CD, Michael Prince...... Emotionaler Blues kommt eben mitnichten ausschließlich aus Amerika oder dem UK. Zuzustimmen ist Prince, dass Willie Salomon zur Spitze des Genres zählt. Was der Deutsche aus seinen (historischen) Gitarren holt, ist von hoher Authentizität. Und dies egal ob slidemäßig oder gepickt. Die Liebe Salomons zum Pre-War Blues ist unüberhörbar, das ausgewählte Material indessen spiegelt die Berechtigung des "More" im Albumstitel wieder. Denn neben etlichen Traditionals wie dem erdigen "Louise", "Motherless Children" oder "In the Jailhouse Now", finden sich jazzige Saitenpassagen ("The Viper Song") ebenso wie ein exzellent gepicktes Instrumental aus der Feder Ry Cooders ("Great Dreams from Heaven") oder Folkbluesartiges etwa von John Martyn ("May You Never"). Allein die eigenen Songs kommen etwas zu kurz, da könnte es beim nächsten Mal durchaus mehr geben. (Concerto, Austria, Oktober/November 2005) Endlich mal wieder etwas von dem Ausnahme Guitar Picker aus dem bayerischen Wald. Nach der herausragenden und auch international sehr beachteten CD "The Basement Sessions" mit Barry Denyer präsentiert sich Salomon dieses Mal als Solist und offenbart einmal mehr Besonderes in Sachen Country Blues. Eigenkompositionen und -arrangements wecheln sich ab mit Traditionallem und Klassikern und schaffen auch dank Salomons Stimme die Atmosphäre jener Zeit, als in den amerikanischen Südstaaten die Baumwolle noch von Hand gepflückt wurde. So nah wie Salomon is selten jemand an dem Lebensgefühl der Originale und so technisch eng an den Vorbildern ist vermutlich niemand. In the 'Jailhouse Now', 'Don't Sell It, Don't Give it Away', oder 'Hard Time Killing Floor' sind in Salomons Versionen kleine Geniestreiche. Wie aus dem Handgelenk quasi ohne Mühe die Akkorde nur so sprudeln, die Stimme sich darüber schmiegt und das Ganze sich zu einer originär bluesigen Einheit verwebt - das ist nicht nur für Bluespuristen ein absolutes Muss (Zentralnerv Nürnberg, März 2005) Mit seinen antiquarischen Gibsons und anderen Akustikgitarren aus den 30ern saß er im Wohnzimmer und ließ das Aufnahmegerät mitlaufen. Deshalb sitzt der CD-Hörer mittendrin statt nur in der ersten Reihe, wenn der bayerische Blues-Veteran Willie Salomon seinen fingerpickenden Gospel- und Country-Idolen huldigt. Das klingt absolut stilgerecht und integer, niemals kommt falsche Nostalgie auf. Gleichzeitig verbreitet Salomons anheimelnde Stimme jede Menge Gemütlichkeit und liefert den Beweis für die These: authentisch muss nicht gleichzeitig akademisch steif klingen. (Stereoplay, Februar 2005) Ohne den Blues wäre die moderne populäre Musik undenkbar. Kein Wunder also, dass der Blues auch in seiner puristischen Form immer wieder seine Liebhaber findet. Wenn sie so abwechslungsreich gebracht wird wie von dem Routinier, der schon seit den 70er Jahren den Blues spielt, dann ist und bleibt der Countryblues eine virtale Musik, die völlig unabhängig von Moden oder Zeitgeist begeistern kann, wie das auf dieser Platte dank des Mannes durchwegs der Fall ist. (Oldie-Markt, Mai 2005) A new name to me and a very talented acoustic blues guitarist...... The guy has been playing since the 70's and from his 12-string, Martin 0-18 or vintage Gibsons he admirably conveys the Blues.... Amongst the acoustic blues tradition standards Willie comes up with three compositions of his own along with three re-arrangements. Willie's picking is crisp and never falters against the tempo. Of Willie's own tunes, "Struttin' " is a finger-bustin' tune, and "Willie's Lonesome Blues" has got to be inspired by Lonnie Johnson along with the folk balladry of "What's the Use". The bloke slides, too. If this guy had been a yank he would be known as a guitar wizard! This is a disc for all Roy Book Binder fans, and in fact lovers of 20's/30's country blues acoustic guitar music - you don't have to wear a hair shirt just enjoy! (Blues Matters, UK, March 2005) Dieser akustische Bluesgitarrist und -sänger ist schon einmal in diesen Seiten aufgetaucht - im Info 02/99 als einer der Höhepunkte des Country Blues From Munich-Samplers. Für einen Musikers seines Könnens und seines Renommees hat Salomon erstaunlich wenig aufgenommen - dabei hat er anscheinend bei sich zu Hause beste Möglichkeiten dazu, denn diese CD wurde genau dort eingespielt und klingt ausgezeichnet. Willie ist kein Jungspund mehr und ist schon seit den 70er Jahren aktiv. Über die Jahre hat er nicht nur seine Sammlung alter akustischer Gibson-Gitarren (auf denen die meisten Titel hier gespielt werden) erweitert, sondern sich zu einem vielseitigen, flüssigen, dynamischen Sänger entwickelt. Er spielt nicht nur sehr gefühlvoll, sondern hat auch ein gutes Näschen für ein abwechslungsreiches Repertoire: von Klassikern des Prewar-Blues wie "Louise", "Diving Duck Blues" oder Skip James "Hard Time Killing Floor" über den selten gehörten Stil von Lonnie Johnson, den Salomon in zwei eigenen Stücken verarbeitet, bis hin zu den Ausflügen auf die Bahamas und nach Trinidad, einer Jazz/Jive-Nummer sowie einem folkigen Stück. Zwei Gospelnumern im Stil von Gary Davis, Slidegitarre auf Titeln von Oscar Woods und Homesick James, ein selten gehörter Titel von Teddy Darby, "In the Jailhouse Now" im Stil von Blind Blake und eine eigene Ballade runden ein Programm ab, das nach einer Dreiviertelstunde eigentlich zu früh zu Ende ist, aber trotzdem 16 Titeln umfasst - Salomon fasst die Titel kurz und stellt die Songs in den Vordergrund, nicht die eigene Virtuosität, obwohl die natürlich auch klar herauskommt. Dies ist eine rundum gelungene CD eines hervorragenden traditionellen Musikers, von dem man hoffentlich in Zukunft regelmässig mehr hört. (German Blues Circle, April 2005) Daß Weiße keinen Blues spielen können, behauptet heute niemand mehr. Daß aber der Mississippi durch Süddeutschland fließt, ist eine neue, aufregende Botschaft. Willie Salomon heißt der Mann, der sie mit versiertem Gitarrenspiel und beseeltem Gesang verbreitet. Der Sproß einer deutsch-amerikanischen Familie würdigt die alten Barden wie Lonnie Johnson, Sleepy John Estes oder Reverend Gary Davis. Deren Spieltechniken bringt Salomon perfekt zur Geltung und präsentiert genug eigene Persönlichkeit, daß man nie das Gefühl hat, olle Kamellen zu hören. (Berliner Morgenpost,1. März 2005) ...... In der intimen Atmosphäre seines Heimstudios hat Willie Salomon auf den
unterschiedlichsten Instrumenten seiner großen Vintage-Gitarrensammlung (deren reifes
Alter durchaus mit dem der Songs in direkter Beziehung steht) sechzehn in ihrer Bandbreite
höchst vielfältige Songs eingespielt. Ein neues Meisterwerk des 'Great German Bluesman'! Auf dem Album sind 16 Stücke, die das ganze Können des Blues-Songsters auf seinen alten Steelstrings und National Resonator Gitarren zeigen. Willie Salomon hat sich dem Blues verschrieben, und er versteht es wie kaum ein anderer, den akustischen Country-Blues so authentisch und virtuos zu präsentieren. Nur mit seiner Stimme und seiner Gitarre zelebriert er das Pre-War-Blues-Repertoire unverkrampft und liebevoll. Seine Songs zaubern dem Zuhörer, der sich darauf einlässt und diese Art der Musik mag, ein verträumtes und zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Manche Lieder gehen in die Beine, laden zum Mitschnippen ein, andere verursachen Gänsehaut-Momente, so eindringlich sind Spiel und Stimme. Willie Salomon beherrscht Slide und Ragtime ebenso sicher wie Delta-Blues und Country-Pickings. (Logo Stadtmagazin Regensburg 04/2005) Né en 1954 à
Straubing, Willie Salomon est de nationalité allemande. Entre 1976 et 1977, il traverse les
Etats-Unis et rencontre Furry Lewis, un personnage qui deviendra une de ses influences
majeures ; mais également Johnny Long, un autre jeune bluesman qui semble aujourd'hui
avoir disparu du circuit ! Willie se produit dans les coffee houses, restaurants et autres
clubs. En 1981, il joue pendant plusieurs semaines dans les bars de Fisherman's Wharf à
San Francisco. Puis concocte son premier elpee : "Moon goin' down". Il
sétablit à nouveau dans le Sud de l"Allemagne et ne refait surface quen
1998, pour enregistrer sept plages destinées à la collection "Country blues from
Munich". En 2001, il commet "The basement sessions" en compagnie du
chanteur/guitariste anglais Barry Denyer. Sculptée dans le country blues pur et brut,
cette plage est parue lan dernier. Elle souvre par "Louise", dont la
version poignante de Big Walter Horton me hante toujours lesprit. Willie joue et
chante très honorablement. Il démontre toute la maîtrise de son instrument lors de
ladaptation du "The Viper song" de Will Smith et de ses Onyx Playboys,
dont la version originale date des années 30. Plage instrumentale, "Great dreams
from Heaven" procède dune recherche réalisée par Ry Cooder sur un classique.
Salomon se révèle brillant à la guitare, lorsquil pratique le picking. Une
habileté quil manifeste à plusieurs reprises. Et en particulier tout au long de
"Motherless children", un classique du gospel interprété à la manière du Rev
Gary Davis. Il exécute "I"m going to sit down on the banks of the river"
du même Davis et "In the jailhouse now" de Blind Blake. La richesse et la
diversité de son répertoire se mesurent à l"écoute du mélodique "Built
right on the ground", une compo signée par le méconnu Blind Teddy Darby. Proche de
la virtuosité, sa technique est irréprochable. La cover du "Struttin" de
Lonnie Johnson, dont il adapte également le gracile "Willie"s lonesome
blues", en est le meilleur exemple. Et même lorsque Willie boude le blues, il
demeure tout aussi remarquable. A linstar de sa reprise folk du "May you
never" de John Martyn, et de la ballade instrumentale "What"s the
use!". Baignant au sein dun véritable havre de paix, cet opus recèle de
grands moments. Des moments empreints de sérénité, mais également très poignants. A
linstar du "Hard time killing floor" de Skip James ou encore du
"Divin duck blues" de Sleepy John Estes. Et puis lorsquil saisit son
bottleneck pour reprendre "I got to move" du merveilleux Homesick James. (
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